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Kunden absagen: Warum das gut für dein Branding ist

Kunden absagen: Warum das gut für dein Branding ist

Warum wir Kunden absagen. Und du vielleicht auch solltest. 🚩

Hey Brand-Fan,

ich bin mittlerweile seit über 13 Jahren selbstständig. Und in der Zeit hab ich natürlich einiges dazugelernt, beim Unternehmertum genauso wie bei Branding und Marke.

Eins davon: Ja, wir sagen Kunden ab. Klingt crazy für ein Studio, das von Aufträgen lebt? Maybe. Aber das ist auch Backbone unserer Arbeit.

Real Talk: Am Anfang hab ich genau die Dinge, über die ich heute schreibe, nicht beachtet. Und das waren meistens die Kunden, die am meisten Bauchschmerzen gebracht haben. Lesson learned.

Bild zum Thema Red Flags bei der Kundenauswahl

Meine Red Flags im Erstgespräch

🚩 Die Entscheidung dauert ewig. Wer sich schon vor dem Projekt ewig Zeit lässt, 20 Rückfragen hat und sich intern 8x besprechen muss, ist auch während des Projekts nicht gut im Entscheiden.

🚩 Das Budget ist zu klein. Wenn wir nicht tief genug in die Marke gehen können, bringt’s am Ende keinem was. Dann wird’s hübsch … that’s it. Und wir wollen ja, dass sich Dinge verkaufen.

🚩 “Wir brauchen nur ein Logo.” Ein Logo ohne Schriftart und Farben, ohne an die Marke zu denken, macht für uns keinen Sinn. Weil es langfristig für den Kunden selbst keinen Sinn macht. Machen wir daher nicht.

🚩 Wie jemand mit seinen Leuten umgeht. Für mich der wichtigste Punkt. Ich schau genau hin, wie Menschen mit ihren eigenen Mitarbeitern umgehen oder über andere sprechen. Man kann Kritik äußern, ohne herablassend zu sein. Wer das nicht kann, den lasse ich nicht an mein Team. Und wer unhöflich ist, wird auch nicht unser Kunde. Punkt.

Bild zum Thema passende Kunden für ein Brand Studio

Mit wem es richtig Bock macht

Mit Unternehmen, die schon länger am Markt sind. Die sich und ihren Markt richtig gut kennen, sich selbst challengen und merken: Unser Auftritt ist nicht mehr up to date mit dem, wer wir heute sind. Der Markt hat sich verändert. Wir haben uns verändert. Irgendetwas stimmt da nicht. Ob B2B oder E-Commerce, ist uns dabei egal.

Ich will Startups nicht schlechtreden. Aber ganz am Anfang können sich viele fast nie entscheiden, weil sie ihr eigenes Unternehmen noch nicht gut genug kennen. Und oft wird sehr emotional entschieden statt unternehmerisch. Das ist für eine Marke selten gut.

Und wenn es nicht passt? Sag ich’s ehrlich im Gespräch. Und wenn ich jemanden kenne, der besser passt, empfehle ich weiter. Aber nur, wenn’s ein 100-prozentiges Match ist und beide davon profitieren.

Ich würde auch niemals auf die Idee kommen, jemanden zu empfehlen, nur um eine Provision abzufahren. Tipp an alle, die noch nicht so lange dabei sind in der Business-Welt: Deine Kredibilität ist wichtiger als 5 mehr gemachte Euro.

Was das mit deinem Branding zu tun hat

Jeder Kunde, den du annimmst, wird Teil deiner Marke. Er landet in deinem Portfolio, er prägt, wie über dich gesprochen wird, und zieht im Zweifel noch mehr von der gleichen Sorte an.

Bild zum Thema Zielgruppe und starke Marken

My 2 Cent:

Starke Marken wissen genau, für wen sie da sind. Und noch viel genauer, für wen nicht.

Deine Übung: die “Nicht für dich”-Liste

Nimm dir 10 Minuten und schreib drei Sätze auf, die so anfangen:

👉 “Wir sind nichts für dich, wenn…”

Zum Beispiel:

  • ✅ “…du nur den günstigsten Preis suchst.”
  • ✅ “…du Probleme hast, Entscheidungen zu treffen.”
  • ✅ “…du dein Team anders behandelst als deine Kunden.”

Und dann ab damit auf deine Website, deine Angebotsseite oder direkt ins nächste Erstgespräch. Die Richtigen fühlen sich abgeholt, die Falschen werden es sehr schnell merken.

Du musst jetzt nicht jeden zweiten Auftrag absagen. Aber wenn dein Bauch Nein sagt: Hör hin.

stay bullish 🔥
Chantalle

P.S. Schick mir deine drei Sätze, einfach auf diese Mail antworten.

✉️ chantalle@boredbrands.studio Ich geb dir ehrliches Feedback. Und wenn du merkst, dass dein Auftritt nicht mehr zu dem passt, wer du heute bist: boredbrands.studio

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