Condor, King of Branding
Hey Brand-Fan,
manchmal braucht eine Marke nicht ein neues Logo.
Sondern ein Code-Element, das sich durch alles zieht wie ein roter Faden.
Denn wie ihr spätestens aus diesem Newsletter gelernt habt: Es entstehen echte Marken, wenn alle Touchpoints die gleiche visuelle Sprache sprechen.
Condor hat genau so einen visuellen Code gefunden: Streifen.
Und zwar nicht irgendwie irgendwo – sondern überall, wo Menschen die Marke sehen, anfassen oder erleben.
✈️ Warum Streifen? Und woher sie kommen
Condor ist mehr als eine Fluglinie – sie ist Deutschlands Ferienflieger.
Beim Rebranding wurde bewusst ein Muster gewählt, das Urlaub, Sommer, Freiheit und Leichtigkeit transportiert:
Streifen wie bei Sonnenschirmen, Badetüchern, Strandliegen.
Sie lösen sofort Emotionen aus, bevor man das Logo überhaupt liest.
🎯 Wie sie jede Ebene der Marke bespielen
1. Flugzeuge – die größte Leinwand
Die Flotte bekam einen auffälligen Streifen-Look in fünf Farben, z. B. Gelb (Sunshine), Blau (Sea), Grün (Island) oder Beige (Beach).
Vorbei die Standard-Lackierungen – jetzt sind die Jets mobil sichtbare Markentafeln, kaum zu übersehen.
2. Uniformen & Crew-Accessoires
Condor hat das Muster nicht nur auf den Fliegern gelassen:
Halstücher, Krawatten, Pins und andere Uniform-Details greifen das Streifenmotiv auf – Selbst wenn das Logo nicht sichtbar ist.
3. Onboard & Flughafen
Bordkarten, Signage, Gepäckanhänger, Flughafen-Displays – alles adaptiert die Streifenwelt.
Streifen werden so zu einem visuellen Halt, den man wiedererkennt, egal wo man mit Condor ist.
4. Website, App & Social
Auch digital finden sich die Streifen wieder – als horizontale Linien, als Farbblöcke, als UI-Akzente. Sie schaffen Kohärenz zwischen offline und online.
5. Onboard-Produkte & Merchandise
Alles, was man anfassen kann – von Tassen bis Toilettenartikeln – bekommt ein visuelles Echo.
Das Muster ist nicht nur hübsch, sondern funktional: es wird Teil jeder Customer Experience.
🧠 Warum das psychologisch wirkt
Streifen haben historische Kraft: Sie waren schon auf Sonnenschirmen, Strandkörben oder Handtüchern. Unsere Köpfe verbinden sie automatisch mit Urlaub, Freude und Leichtigkeit.
Genau hier setzt Condor an:
Statt langer Claims oder großer Botschaften wirkt ein Muster direkt, schnell und emotional.
So entsteht Markenwiedererkennung, bevor das Gehirn einen halben Satz gelesen hat.
💡 Was du als Marke daraus lernen kannst
1. Such dir ein visuelles Element mit Bedeutung – nicht nur schönes Design.
Ein Code, der etwas transportiert, kann einfach sein. Manchmal liegt das Motiv näher, als man denkt.
2. Spiele es überall, nicht nur dort, wo du's erwartest.
Vom Produkt über Verpackung bis zur Website:
Wenn sich das Muster durchzieht, entsteht Vertrautheit. Und das wird zur Marke.
3. Emotion schlägt Funktion.
Condors Streifen stehen nicht für Technik oder Effizienz – sie stehen für Gefühl: Urlaub, Entspannung, Erlebnis.
Wenn du also gerade an deinem Branding arbeitest:
Du musst nicht jedes mal das Logo umwerfen.
Manchmal reicht ein wiedererkennbarer visueller Code, der deine Markenwelt klar macht.
Und hier gibt es eine klare Unterscheidung zwischen einem Branding Element, und einem temporären Key Visual. Aber dazu ein andermal mehr.
🏁 Fazit
Was Condor macht, ist kein zufälliger Streifen-Look.
Es ist ein strategisch platzierter Symbolcode – von der Flieger-Lackierung über Uniform, Website, Flughafen bis Onboard-Touchpoints.
Und genau das ist Branding:
Nicht einfach hübsch aussehen – sondern an jeder Berührungspunkte Gefühle auslösen und wiedererkannt werden.
Bis nächste Woche – bleib neugierig, bleib inspiriert, bleib du.
Und wenn du mal wissen willst, wie du so einen visuellen Code für deine Marke findest – schreib mir einfach. ✉️ chantalle@boredbrands.studio
Wenn ihr mehr über das Rebranding lesen möchtet:
Condor Newsroom
